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47:64 verliert die erste Herrenmannschaft von Empor gegen den ungeschlagenen Tabellenführer VfB Hermsdorf vergangenen Sonnabend im Wichert-Dome.
In der extrem defensivgeprägten Begegnung schlug sich Empor als "Underdog" beträchtlich aus der Affäre. Allein das dritte Viertel ging deutlich an die Gäste aus Hermsdorf. Ansonsten konnte die Mannschaft um Coach Mario sehr gut mithalten, trotz dreier wichtiger Ausfälle: Es fehlten Thomas (Lebensmittelvergiftung), Christian (Erkältung) und Andreas A. (beruflich). Besonders auf der Aufbauposition schien Empor sehr geschwächt in die Partie zu gehen. Coach Mario: „Wenn ich das Gesamtergebnis betrachte, bin ich eigentlich zufrieden. Ich dachte es würde schlimmer kommen, nachdem ich die ganzen Absagen gehört habe.“ Bemerkenswert war die Foulbilanz beider Teams. Während Empor 17 Fouls kassierte, waren es auf Seiten von Hermsdorf lediglich sieben. Von den nur vier zugesprochenen Freiwürfen konnte Empor keinen einzigen verwandeln. Eine Freiwurfquote von null Prozent sieht man auch nicht alle Tage. In der Starting-Five ersetzten Norbert, Freddy und Philipp die drei fehlenden Säulen Thommy, Andi und Chris. Das erste Viertel war ausgeglichen. Auf beiden Seiten wurde sehr gute Defense gespielt. Trotz der vier Dreier des VfB – zwei durch die Nummer 15 Marcel Karge (3. Min., 2:8) und zwei durch die Nummer elf Jared Sebhatu (12:16, 7. Min.) – blieb Empor dran und war am Ende des Viertels mit nur vier Punkten zurück (14:18). Von der vermeintlichen Überlegenheit des Tabellenführers Hermsdorf war zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu erkennen. Das zweite Viertel konnte Empor mit 17:13-Punkten sogar für sich entscheiden. Die harte Empor-Defense zwang den Gegner nun mehrmals die 24-Sekunden-Uhr herunterspielen zu müssen. Leichte Punkte gab es für Hermsdorf nicht mehr. Die erste Führung in der zweiten Spielperiode gelang Empor durch einen Jumpshot von Andreas T. in der zwölften Minute (19:18). Es entwickelte sich fortan ein offener Schlagabtausch mit häufigen Führungswechseln. Das Spiel wurde zunehmend zerfahrener, es gab viele Fehlwürfe, Fouls und Turnovers auf beiden Seiten. Beispielsweise verlegten in der 15. Minute Hermsdorfs Marius Huth (#13) und Jared Sebhatu (#11) zwei Korbleger in Folge (Spielstand 21:22). Teilweise nahm das Spiel chaotische Züge an. Es gab kaum Anspielstationen für Empor, so dass die Mannschaft ab der 14. Minute drei Minuten lang ohne Korberfolg blieb. Empors Andreas T. steuerte dagegen in dem er die Punkteflaute beendete und nach schönem Anspiel von Philipp Empor wieder in Führung brachte (23:22, 18. Minute). Ihm gelangen sechs wichtige Punkte in Folge. Die Hermsdorf-Bank fühlte sich nun dazu angetan ihre Spieler auf dem Feld mit Defense-Rufen anzufeuern. Das Spiel blieb eng. Acht Sekunden vor Ablauf des Viertels spielt Norbert die Zeit herunter, penetriert zum Korb, legt auf Sebastian N. ab, der in letzter Sekunde den Ausgleich per Korbleger schaffte. In den letzten fünf Minuten des Viertels war die Trefferquote bei beiden Mannschaften deutlich besser als zu Beginn des Abschnitts. Das Viertel endete dem spannenden Spielverlauf entsprechend ausgeglichen (Halbzeitstand: 31:31), was im Vorhinein nicht unbedingt zu erwarten war. Das in den vergangenen Spielen kritische Empor-Viertel sollte auch in dieser Partie das Spiel gegen Empor entscheiden. Hermsdorf kam deutlich wacher aus der Kabine und startete mit noch aggressiverer Verteidigung. Zudem war der VfB nun konsequenter am offensiven Brett. Gleich zu Beginn des Viertels holten die Hermsdorfer zwei Offensivrebounds in Folge mit anschließendem Korberfolg (31: 33, 21. Min.). Besonders machte Hermsdorf auf Empors Aufbauspieler Norbert und Philipp Druck und zwang sie zu Ballverlusten. Das Fehlen von Andi A. und Thomas machte sich nun bemerkbar. Nur vier magere Pünktchen gelangen den Emporanern im dritten Viertel, während Hermsdorf 21 erzielte. Ausschließlich in der 23. und 28. Minute punktete Empor durch Norbert und Andreas T. In der 27. Minute ging Hermsdorf erstmals zweistellig in Führung (33:43), eine kritische Phase für Empor. Der VfB übernahm die Kontrolle des Spiels. Besonders Benjamin van Duine (#14), der neun seiner insgesamt zehn Punkte im dritten Viertel machte, sowie Marius Huth (#13), der neun seiner insgesamt zwölf Punkte in diesem Abschnitt erzielte, stachen bei Hermsdorf hervor. Bezeichnend in diesem Abschnitt war die Schlusssequenz: Innerhalb der letzten elf Sekunden gelang Hermsdorf fünf Punkte. Ein Dreier von Huth, folgte ein Fußspiel Empors. Van Duine zog in den letzten Sekunden des Viertels durch die gesamte Empor-Defense erfolgreich zum Korb. Endstand 3. Viertel: 35:52. Von diesem 17-Punkte-Rückstand konnte sich Empor nicht mehr wieder erholen. Dennoch gaben Marios Jungs das Spiel noch nicht auf und gestalteten zumindest das letzte Viertel wieder ausgeglichen mit zwölf zu zwölf Punkten. Obwohl Empor kein einziger Punkt in den ersten vier Minuten des Viertels erzielen konnte (35:56, 34. Min.), kämpften sich die Emporaner zurück, um eine allzu große Klatsche zu verhindern. Die 17 Zähler Rückstand konnten letztendlich gehalten werden. Endstand des Spiels: 47:64. e Nächste Woche hat Empor spielfrei, weil der VfL Kalbe/Milde seine Teilnahme am Spielbetrieb zurückgezogen hat. Weiter geht es in einem „Must-Win“-Spiel gegen Future Basketball Berlin am 29.11.08 im Wichert-Dome. Spielbeginn ist 18 Uhr. Stimmen zum Spiel: Coach Mario: "Wir haben in der ersten Halbzeit gezeigt, dass wir mitspielen können. In der zweiten Halbzeit hat Hermsdorf dann noch einen Gang höher geschaltet und dann konnten wir einfach nicht mehr mithalten. Im dritten Viertel haben wir offensiv die Kontrolle verloren. Wir konnten mit dem Druck nicht umgehen. Man hat gemerkt, dass wir quasi „ohne“ Guard gespielt haben, weil Thommy und Andi nicht dabei waren. Dass Chris auf dem Flügel gefehlt hat, war auch eine herbe Schwächung. Das können wir nicht kompensieren, weil wir nicht tief genug besetzt sind. Verteidigen können wir sehr gut. Im dritten Viertel haben wir aber in der Offense geschwächelt. Das liegt zum Teil an der Konzentrationsschwäche: Wir nehmen schlechte Würfe, treffen schlechte Entscheidungen und strukturieren das Spiel nicht mehr. Das was wir können, spielen wir dann nicht. Jeder denkt, er müsste im Eins-gegen-Eins zum Korb ziehen, anstatt weiter als Team zu spielen. Hermsdorf konnte bis zum zehnten Mann durchwechseln, ohne dass ein Qualitätsverlust erkennbar ist. Bei uns ist das halt anders. Hermsdorf ist objektiv betrachtet eine topp Mannschaft. Wenn ich das Gesamtergebnis betrachte, bin ich eigentlich zufrieden. Ich dachte es würde schlimmer kommen, nachdem ich die ganzen Absagen gehört habe." Freddy: "Letztendlich hat sich die Qualität von Hermsdorf durchgesetzt, besonders im dritten Viertel aufgrund der hohen Intensität. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Dennoch denke ich, dass wir das ganze Spiel über eine sehr gute Defense gespielt haben. In der Offense konnten wir im dritten Viertel nicht dagegen halten. Das dritte Viertel scheint irgendwie verhext zu sein. In der ersten Halbzeit haben uns Norbert und auch Philipp sehr gut getragen. In der zweiten Halbzeit hat uns teilweise die Kraft, Qualität und ordnende Hand in der Offensive gefehlt. Hermsdorf hatte einen Zwölferkader der sehr ausgeglichen ist, die wechseln durch. Es gibt immer wieder einen Neuen, der auf dich Druck ausübt. Man muss um jeden Zentimeter kämpfen. Wir waren nur mit zehn Mann da. Das macht sich auch irgendwann bemerkbar – spätestens in der zweiten Halbzeit. Hermsdorf hat ein paar sehr gute Verteidiger. Auch die Help-Side, die sie spielen ist sehr gut. Das macht sie zum besten Team der Liga und dazu, dass sie weiterhin ungeschlagen sind. Hermsdorf spielt einen sehr schönen Basketball. Sie verteilen den Ball und wissen wo der Ball hin muss, wenn jemand frei ist. Das Team hat tolle Einzelspieler und spielt einen mannschaftlich geschlossenen Basketball." Für Empor gingen auf Korbjagd: Andreas T. (12 Punkte), Norbert (11), Sebastian N. (6), Philipp (4), Erik (4), Fabian (3), Daniel (3), Sebastian Z. (2), Sascha (2), Friedemann (0) Top-Scorer bei Hermsdorf: Marius Huth (12), Marcel Karge (10), Benjamin van Duine (10), Jared Sebhatu (9) |